Einige Gedanken zu Fiktion, Realität und Wirklichkeit
Als aufmerksamer Beobachter der Weltenlage muss man sich zunehmend darüber verwundern, wie viele Interpretationen der Realität es so gibt. Dies führt unweigerlich zu dem unbequemen Gedanken, dass es zwischen den klaren Konzepten von Fiktion und Wahrheit noch ein großes Feld von Möglichkeiten gibt – geradezu ein Spektrum von Realitäten – doch nur eine davon kommt der Wahrheit so nahe, dass man von einer Wirklichkeit sprechen kann (engl. actuality).
Wo liegt also der begriffliche Unterschied zwischen Realität und Wirklichkeit? Wenn dies nicht einfach Synonyme sind, muss hier ein Erkenntnisweg verborgen liegen! Drehen wir nun ein paar Kreise um diese Begriffe und schauen genauer hin – sicher fallen hierbei ein paar philosophische Groschen ab.
Wahrheit wird zu Wirklichkeit
Die Wahrheit – so viel vorab – muss als absolutes, vielleicht sogar unerreichbares Ideal gelten können, denn definitionsgemäß gibt es nur eine. Wahrheit muss auch spirituelle Ebenen miteinschließen, die naturgemäß am schwierigsten zu objektivieren (also zu „verdinglichen“) sind. Vom Lichte der Wahrheit zu sprechen (hier recht stimmig als Buchtitel), ist also ein transzendentes Konzept.
Nach Wahrheit zu streben, ist damit eine recht anspruchsvolle und fordernde, geistige Aufgabe. Es wollen nicht nur die Sinne richtig eingesetzt werden, sondern auch dazu die stimmigen Begriffe gefunden werden.
Letztlich stellt jede Wahrnehmung logischerweise eine begrenzte, subjektive Perspektive dar. Denn wir blicken durch den Filter unserer Sinne, unserer Geschichte, unserer Kultur und unserer kognitiven Ausstattung auf die Welt. So bleibt jede Wahrnehmung im Diesseits immer perspektivisch – sie entspricht nicht per se der Wirklichkeit selbst, sondern nur einer Konstruktion davon – wir wollen dafür den Begriff Realität verwenden, als individueller Eindruck einer allgemeingültigen Wirklichkeit (was im englischen als actuality bezeichnet würde).
Der Ausweg aus diesem Dilemma, so weit wollen wir vorgreifen, liegt für den Isotopen Philosophen darin, sich der Sichtweise des anderen zu öffnen. Nur damit haben wir die Möglichkeit, aus der sich uns zunächst darstellenden Realität zu einer tatsächlichen Wirklichkeit zu gelangen. Sich einer anderen Sichtweise zu bedienen, kann auch bedeuten, kritisches Denken anzuwenden. Dazu später mehr…
Hier baut sich das klassische philosophische Spannungsfeld auf, das seit der Antike die Erkenntnistheorie prägt. Um somit aus einer persönlichen Realität der allgemeingültigeren Wirklichkeit nahe zu kommen, strebt die Isotope Philosophie* nach einem Ablegen dieser Filter, also unserer 🥚 Konditionierungen.
Fiktion – die Grundlage des Seins
Nun soll es gar nicht abwertend für die Fiktion klingen, wenn Wahrheit und Wirklichkeit auf ein so hohes Podest gestellt werden. Realität entsteht automatisch aus der Fiktion als persönliche Arbeitsgrundlage für das Handeln in der Welt, man kann diese kritisch hinterfragen oder eben nicht. Meist hat dies zunächst nicht allzu viele Konsequenzen. Jeder Mensch erzählt sich selbst seine eigene Biographie, mit Bösen und guten Mächten, unerwarteten Wendungen und der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Jeder Mensch, wenn er die Möglichkeit dazu hat (außerhalb von alles bestimmenden Kollektivsystemen) kann sich auf dem Weg der Selbstverwirklichung seine eigene Heldenreise entwickeln. Die Richtung geht von der Fiktion über die Realität zur Wirklichkeit – nicht anders herum.
Es ist auch sehr verständlich, wenn wir unsere menschliche Geschichte betrachten, dass wir von Erzählungen so stark geprägt werden und im Laufe der Zeit so einiges an Mythen und Sagen, Legenden und Märchen zusammengekommen ist. Dies spiegelt die grundlegenden Lebenserfahrungen der Menschen durch Geburt, Wachstum und Reife wider. In diesen alten Texten (auch denen der Bibel) geht es nicht um reale Geschehnisse, sondern um symbolische Bilder.
Die Fiktion zu hinterfragen ist dabei eigentlich kinderleicht, schwer wird es nur dann, wenn zu viele Interessen mitspielen und aus einer Fiktion eine gemeinsame, grundlegende Realitätsebene gewoben wurde. Hier einzuhaken, steht immer nahe am Sakrileg, je nachdem wie weitgehend die Prämissen internalisiert werden. Die Diskussion mit orthodoxen Dogmatikern kann schnell frustrieren…
Dogmatiker gibt es auch auf der säkularen Bühne der Welt, vor allem von linker Seite, die sich den Staat als Super Nanny wünschen und es schaffen, weitab jeglicher Realität zu argumentieren. Aus diesem politischen Spektrum kommt auch immer wieder der diffamierende Begriff Verschwörungstheoretiker auf – also jemand, der die Flöhe husten hört, misstrauisch ist und ständig Kritik übt, den man nicht in seiner Gemeinschaft haben will, weil er sich durch seine Fragen außerhalb des vereinbarten Kontextes der Gemeinschaft gestellt hat. Doch so langsam (vielleicht ca. 25 Jahre?) ist daraus ein anerkanntes und durchaus respektables Mitglied der Gesellschaft geworden – jemand der Kritik und Vernunft verbinden kann (das Gegenstück bezeichnet man heute als NPC).
Der o.g. Begriff, das sollte noch hinzugefügt werden, war schon gut 100 Jahre alt, als er nach der Ermordung von JFK als Kampfbegriff der CIA wieder aufgewärmt wurde, um unliebsame Fragen (also conspiracy theories) im Keim zu ersticken. Die Wahrheit wäre wieder einmal einfach zu viel des Guten gewesen…
Nicht zuletzt hat die psychologische Kriegsführung gegenüber den konventionellen Waffen seit Jahren seine zunehmende Bedeutung bekommen. Sie schafft aus der Wirklichkeit eine gewünschte Realität und zielt darauf ab, die Wahrnehmung zu beeinflussen (nicht unbedingt Fakten zu verändern), indem man mit Auswahl, Gewichtung, Framing und Wiederholung arbeitet. Nicht unbedingt glatte Lügen (wohl auch…), oft eher Lenkung der Aufmerksamkeit: Wer bestimmt, worüber gesprochen wird (und in welchem Duktus), hat schon einen Teil des Spiels gewonnen.
Mondlandung und Menschwerdung
Die Fiktion als Überbegriff für jede Art von Erzählung kann sogar Bindeglied für die Gemeinschaft sein, ob es nun religiöse Mythen sind oder weltliche. Dass der Mensch zum Mond geflogen sei, muss nicht nur als historische Tatsache hingenommen werden, sondern konstruiert eine Sinn- und Identität-stiftende Realität, in welcher der Mensch als Entdecker und Naturbeherrscher über sich hinauswächst. Es ist der nächste wirklich „große“ Schritt für die Menschheit.
Jedes Hinterfragen dieser gemeinsamen Realität, um daraus zur wahrhaftigeren Wirklichkeit zu kommen, stellt deswegen ein so enormes Sakrileg dar, weil es eben nicht nur um eine technische Meisterleistung geht, sondern mit der gesamten Raumfahrt auch der moderne Gründungsmythos des Menschen auf dem Spiel steht. Die Erde kann hier als Uterus gedacht werden, der sichere Hafen, aus dem der Mensch ausbricht und durch sich selbst (im Willensakt) geboren wird.
Menschwerdung ist ein Prozess, ein ständiges Überschreiten dessen, was man gerade noch ist. Eine Mondlandung kann diesen Prozess im Außen durch die Technik als verlängerte Hand des Bewusstseins symbolisieren. Aber eigentlich kommt es darauf nicht an, denn im Inneren bleibt die eigentliche Reise weiter (und für jeden Menschen neu) bestehen: die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, Verantwortung zu tragen und seine Perspektiven zu erweitern. Letztlich ist es nicht die Beherrschung der Dinge, sondern die Selbst-Beherrschung, die Zähmung des Willens durch Vernunft und die Sublimierung der Triebe, um es psychologisch auszudrücken, auf die es ankommt. Man könnte sagen: Während die Rakete die Gravitation überwand – der Phallus reist als Symbol immer mit… – ringt der Mensch weiterhin mit seinen inneren Schwerkraftfeldern: Angst, Ego, begrenzte Einsicht und seine unbewältigten Traumata und Triebe.
Die Macht des Narrativs – zurück zum Mond
Natürlich musste diese „große Reise“ auch für den Führungsanspruch in der Welt gewonnen werden. Wie die USA damals an Apollon dachten, gehen heute die Chinesen mit ihren Taikonauten auf den Langen Marsch zum Himmelspalast. Das Interesse am Gelingen, wenn auch nur zunächst symbolisch, ist immer zu groß für die schwachen Beine der Wirklichkeit – ein Scheitern droht immer vernichtend zu sein.
Aber ein Scheitern der großen Konzepte war ja schon damals auf wirtschaftlichem Gebiet abzusehen: 1971 musste der Goldstandard von den USA abgegeben werden. Ab diesem Zeitpunkt trat auch das Geldsystem ganz in seine virtuelle Phase ein. Alles war nun Kredit, beruhend auf Kredibilität, also Glaubwürdigkeit. Der Zins – englisch interest – tut noch seinen Teil dazu! Hierfür muss alles auf einen Glauben an „mehr“ aufbauen. Man wird mehr bekommen, als man ausgeliehen hat…
Beruhigend ist: Egal, ob die Mondlandung nun stattgefunden hat oder nicht, die Herausforderung dieser Reise bleibt und muss von allen Nationen gemeinsam angetreten werden. Es wird nicht als Wettlauf gegeneinander funktionieren, sondern nur als gemeinsame und verbindende Anstrengung.
Nun eine kleine Wette – wie alles in diesem Casino!
Um also die größtmögliche Provokation zu wagen, soll hier als philosophisches Experiment und zur Erläuterung des Gegenstandes behauptet werden: Niemals hat der Mensch sein schmales Füßchen im dicken Stiefel auf den Mond gesetzt!
Nach der ersten Entrüstung setzt vielleicht bei manchen Lesern etwas wie Neugier ein. Man trifft auf interessante Aspekte, die man noch nicht bedacht hatte (etwa in dem einen oder anderen Video).
Mit dem Verstand könnte man eventuell noch die Wahrscheinlichkeit berechnen, um die Realität zu hinterfragen. Besser und schneller könnten aber die Intuition (aus Erfahrung) und die Vernunft (als gesunder Menschenverstand) helfen, unsichere Situationen zu meistern und der Wirklichkeit näher zu kommen. Oder mit Neil Armstrongs Worten: to remove one of truths protective layers.
Sich von der Wahrheit zu überzeugen, bedeutet, sich davon zu überzeugen, belogen worden zu sein. Eine der unangenehmsten, schmerzvollsten Tätigkeiten, die man sich vorstellen kann. Aber dies bringt, nach der Überwindung, doch auch etwas mehr von erfrischender Klarheit und eine neue Offenheit. Dieser Ansatz gebietet allein schon die geistige Redlichkeit und Regsamkeit.
Es ist im Sinne der alten Entdecker und des Pioniergeistes sogar unbedingt nötig, nach der Wirklichkeit und der Wahrheit zu suchen, und sich nicht mit einer schönen Realität abspeisen zu lassen. Alles Beweisen wollen der bisher wahrgenommenen Realität ist in diesem Falle sogar völlig entgegen dem Geist der Aufklärung und der Erweiterung menschlicher Handelsebenen – es wirkt fast schon wie der verzweifelte Versuch, zurück in den gemütlichen und sicheren Uterus kriechen zu wollen, statt sich wie ein Mann der Unsicherheit eines kollabierenden Weltbildes zu stellen.
Muss die Suche nach der Wahrheit immer so enttäuschend sein?
Oft ist die Wahrheit sogar richtig unerwünscht, man möchte lieber aus einer dunklen Vorahnung der nüchternen Wirklichkeit in eine angenehmere Realität flüchten, teilweise bis zurück zur Fiktion. Zu gerne würden wir die Geschichte immer wieder hören, wie drei Männer in einer kleinen Kapsel zum Mond reisen. Zu deprimierend, sollte dies alles nur Vortäuschung und Staffage gewesen sein.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd – sicher fallen dem Leser von allein einige weitere Beispiele dafür ein…
Ja, die Wahrheit ist zerstörerisch – aber nur für Illusionen! Die Kernillusion liegt jedoch darin, unsere Schwächen nicht erkennen zu wollen und zu können. Eigene Schwäche und Begrenztheit wäre enttäuschend und schmerzvoll! Wenn wir uns hingegen (und anderen) Schwäche verzeihen, kommen wir zu jener Erkenntnis, dass es einen Entwicklungsweg von Schwäche hin zu Stärke gibt. Darin liegt die Fähigkeit, Wahrheit zu akzeptieren und die Transformation zuzulassen. Nicht weil wir nur tolerant würden, sondern weil wir uns damit gemeinsam auf einen Entwicklungsweg begeben.
Recht haben oder in der Wahrheit sein
Diesen gemeinsamen Weg zur Wahrheit und Wirklichkeit können wir nicht mit Rechthaberei beginnen. Wir werden ihn auch nicht mit Stärke bestehen, sondern mit Ehrlichkeit.
Jedes System baut auf Interessen auf – und wo ein Interesse ist, schlummert auch eine Lüge. Die Lüge liebt die schamlose Wiederholung, die Vertuschung, das Ausweichen. Bis ein Netz von Unwahrheiten die erlogenen Freiheitsgrade immer mehr beschränkt. Das Potential für Erpressung wächst und wächst damit, bis sich alle selbst ein Bein stellen.
Wer könnte noch mit klarem Kopf verneinen, dass es abartige Netzwerke aus Korruption, Erpressung und Gewalt gibt. Lassen sich diese wiederum durch Gewalt auflösen? Erich Fromm (Haben oder Sein) würde dies verneinen. Er würde vielleicht in diesem Kontext sagen: Wer Recht haben will, wird Realität (im Extrem: Fiktion) bekommen. Wer in der Wahrheit sein (bleiben) will, wird Wirklichkeit erhalten.
Der Isotope Philosoph ist hier Pragmatiker: Wirklichkeit ist das, was sich in der Praxis bewährt. In einer Welt voller Ungewissheit und widersprüchlicher Narrative reicht es oft, „wahr genug“ zu erkennen und von „vermutlich falsch“ zu trennen, wenn wieder einmal zu viele Interessen und Emotionen mitschwingen.
Als Werkzeug zur Trennung der Begriffe können auch diese beiden Formulierungen dienen: Wirklichkeit ohne Begriffe ist nur Eindruck – Eindruck mit falschen Begriffen ist Realität.
Rudolf Steiner würde sagen (Philosophie der Freiheit, GA 4, Kapitel 5, Das Erkennen der Welt): Nicht an den Gegenständen liegt es, daß sie uns zunächst ohne die entsprechenden Begriffe gegeben werden, sondern an unserer geistigen Organisation. Unsere ganze Wesenheit funktioniert in der Weise, daß ihr bei jedem Dinge der Wirklichkeit von zwei Seiten her die Elemente zufließen, die für die Sache in Betracht kommen: von Seiten des Wahrnehmens und des Denkens.
Was würde Aristoteles sagen?
Ja, die alten Griechen… Kritik und Skepsis sind heute mehr denn je vonnöten und sollten wieder positiv besetzt werden. Skepsis stammt von sképtesthai ab, (schauen, betrachten) und bezeichnet das Bedenken durch kritisches Zweifeln. Das Wort Kritik stammt vom Verb krinein, was „trennen, teilen“ meint, ganz ähnlich zum Wort Analyse, das „Auflösung bzw. Zerlegung in Teile“ bedeutet, bis man beispielsweise zu den Elementarteilchen gelangt. Immerhin ging man damals noch von einem „unteilbaren“ Atom aus.
Aber was hat man denn unterhalb des Atoms gefunden? Die Quantenphysik! Nur lauter Widersprüche! Somit stellt sich die praktische Frage, wie man mit Widersprüchen umgeht.
Hat Aristoteles gesagt, es solle gelingen, zwei gegenläufige Gedanken ganz neutral vor sich hin zu stellen? Oder meinte er: „Es ist das Kennzeichen eines gebildeten Geistes, einen Gedanken in Betracht ziehen zu können, ohne ihn zu akzeptieren.“
Vielleicht ist es auch von F. Scott Fitzgerald: „The test of a first-rate intelligence is the ability to hold two opposed ideas in the mind at the same time, and still retain the ability to function. One should, for example, be able to see that things are hopeless and yet be determined to make them otherwise.“
Aus der Hirnforschung erklärt sich, dass wir „schnelles Denken“ bevorzugen, und narrative Kohärenz suchen, statt langsam und mühsam die Wahrheitssuche zu unternehmen. Wahrheit zu suchen, bedeutet daher immer auch Selbstüberwindung – das Aushalten von Dissonanz.
Das Aufschieben der Akzeptanz verschafft uns Zeit, den wahren Wert von Ideen zu bewerten und zwingt uns, die schlechten abzulehnen. Wenn wir eine neue Sichtweise zu hören bekommen, ist unser erster Impuls, sie ungeprüft zu akzeptieren – entweder, weil wir intuitiv das Gefühl haben, dass sie wahr ist, oder weil wir der Person, die sie uns vermittelt, einfach vertrauen. Das ist angenehm, da es wenig Anstrengung erfordert und uns erlaubt, das Nachdenken einzustellen. Aber es ist auch gefährlich. Manchmal müssen wir neuen Ideen mit Vorsicht und einer gesunden Portion Skepsis begegnen.
Der Weg der Philosophie
In Platons Höhlengleichnis starren Menschen an eine Höhlenwand und blicken auf ein Schattenspiel. Hinter ihnen gibt es ein Feuer, welches die Schattenspieler nutzen, ihre Figuren tanzen zu lassen. Es ist die reinste Form einer virtuellen Realität, einer alles beherrschenden Simulation. Der Begriff virtuell stammt aus dem lateinischen von vir (Mann) und virtus ab (tüchtig, kraftvoll). In der übertragenen Bedeutung meint es also „der Kraft oder Möglichkeit nach vorhanden, fähig zu wirken.“
Ein eindimensionales Bild macht also einen Eindruck auf diese Menschen. Man spürt hier, dass kritisches Denken fehlt, man begnügt sich mit dem bloßen Eindruck. Die Wirklichkeit wäre draußen im natürlichen Licht der Sonne zu finden, aber für diese Erkenntnis müssten die Menschen erst gemeinsam ihre Ketten lösen und den Weg nach draußen suchen. Als veraltet kann dieses Modell also nicht gelten… nur flimmert heute das Licht aus einer Kiste von vorn und ist bunt.
Fazit – mit Unterstützung der KI
Expliziter muss man nicht werden, denn denjenigen, die kritisch denken können, sind diese Dinge längst aufgefallen und den anderen, denen keine Beispiele einfallen, interessiert es nicht oder sie wollen es defacto nicht wissen.
Wir wollen diesen Artikel nehmen wie er ist – nun ist er lang genug geworden –, um ein Exempel für das kritische Denken zu setzen. Vielleicht war ein Quäntchen Provokation dabei… Aber warum nicht?
Lassen wir doch der Intelligenz schlechthin das letzte Wort – ChatGPT, möge er/sie/es mit einem Fazit den Kreis der Wahrnehmung schließen:
• Wer nur ein Narrativ konsumiert, lebt in einer konsistenten, aber engen Wirklichkeit.
• Wer viele Narrative konsumiert, riskiert Verwirrung, gewinnt aber Tiefe.
• Wer reflektiert, wie Narrative gebaut sind, lernt so etwas wie epistemische Selbstverteidigung.
Als möglicher Kompass in diesem Terrain bleibt:
• Frage nicht nur was gesagt wird, sondern wie und warum.
• Suche aktiv nach widersprechenden Perspektiven, nicht nur bestätigenden.
• Unterscheide zwischen belegbaren Fakten, Interpretationen und Spekulationen.
• Halte die eigene Unsicherheit aus, ohne sie vorschnell mit großen Erklärungen zu füllen.
Dann wird Wahrnehmung nicht zum Gefängnis, sondern zum Werkzeugkasten.
– schlau, dieser KI-Bursche! Er wollte noch Formulierungen glätten und entschärfen und einen „roten Faden“ herstellen…
beim nächsten Mal, danke!**
Fußnote:
* Der Isotope Philosoph ist jemand, der seine diesseitige Begrenzung kennt: Im Diesseits kann er der Wahrheit nur durch Wahrnehmung näherkommen – gefiltert, perspektivisch, unvollständig. Im Jenseits hingegen, befreit von der Inkarnation, wird Wahrheit nicht mehr wahrgenommen, sondern als reines Bewusstsein unmittelbar erkannt. Wahrnehmung und Bewusstsein sind also ebenfalls keine Synonyme. Sie unterscheiden sich durch eine einzige, entscheidende Schranke: die Verkörperung, die Inkarnation.
** Die KI fängt auch schon an, nach dem allg. Narrativ zu formulieren (etwa hier anekdotisch bei Klonovsky…)
Der russische Blick auf Peterchens Mondfahrt: PDF (1,1 MB)
Und noch ein paar lustige Greenscreen-fakes bei der NASA