Dekonditionierung

Dekonditionierung bedeutet im Grunde bloß, sich der Umstände zu entheben, sich unabhängig von Vorbedingungen zu machen.

Paradox daran ist, dass man zum einen bemerkt, wie sehr die Umgebung einen geprägt hat und man kaum von diesen Beziehungen unabhängig sein kann. Zum anderen wird klar, dass der Weg zurück zur Quelle einem ebenso die Verbundenheit mit allem Wesenhaften der Existenz aufzeigt.

Wie findet der Mensch also eigentlich noch zu sich?

Durch Distanz zum Geschehen: Nicht alles gleich annehmen und umsetzen! Zweifel – zuerst am eigenen Verstand!
Doch sollte auch eine Haltung des 🔎 sapere aude! zur Grundvoraussetzung einer Dekonditionierung gehören.

Immerhin entsteht hier ein Anlass, überhaupt aus dem Fluss des Geschehens aufzutauchen und sich eine Weile kontemplativ ans Ufer zu setzen.

Um sich der Umstände klar zu werden, benötigt man eine klare Analyse der Situation. Diese Deutung der Umstände durch „Kontemplation“ war traditionell eine besondere Aufgabe, welche im alten Rom vom Augur in einem 🥚 Auspizium geleistet wurde. Sind Sie ein Augur? Schreiben Sie eine Mail an verlag(at)isotopemedia.de, um mehr zu lernen und weitere Augen am Ei zu öffnen!